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100 Beste Schriften
 
 
Roger Black ist Editorial Designer und Typograf, zusammen mit David Berlow der Gründer von The Font Bureau, Inc. in Boston, Partner von Danilo Black.
Black gestaltete auf der ganzen Welt Zeitschriften, Zeitschriften und Internetauftritte, darunter das Rolling Stone Magazin, Newsweek, MSNBC.com und Bloomberg.com. Er arbeitet in einem kleinen Büro in New York und einer Farm in Texas.



Eine Schrift, die nach 550 Jahren gut aussieht, wird auch in sechs Monaten klasse aussehen. Seit 1970, als ich mit dem professionellen Gestalten begann, ist das Revival der ersten Venezianischen Renaissance Antiqua von Nicholas Jenson (1470) durch Bruce Roger das Herzstück der Antiqua-Stilrichtung.


Am anderen Ende des Spektrums steht diese dekorative Slab-Serif: stark und absolut ansehnlich. Vincent Figgins schuf das einzigartige Original 1815.


Der große Matthew Carter (Carter & Cone) hat diese Schrift der oberen Zehntausend (sehr erfolgreich) ins digitale Zeitalter transformiert.



Dieses Revival der frühen Sans-Serif-Schriften ziehe ich Helvetica und Futura vor. Sie hat irgendwie einen besseren ... Geschmack.


Ich habe sie 20 Jahre nicht benutzt, aber Bembo ist der Großvater aller Revivals des 20. Jahrhunderts. Wahrscheinlich braucht sie vor der Verwendung ein digitales Facelifting.


Vergesst Bodoni, jetzt kommt der schottische Stil: Miller ist zwar der aktuelle Bringer, aber Bulmer geht ins Mark.


Auf keiner Liste außer meiner: Linotypes Ionic bekommt eine Top-Platzierung für Zeitungslesbarkeit unter realen Bedingungen … häufiger als jede andere Schrift.


Nie gut digitalisiert aber bei weitem die beste Goudy-Schrift und meiner Ansicht nach eine der besten amerikanischen Schriften des letzten Jahrhunderts: Kennerley.


Am liebsten die aus Blei von Haas. Es ist verrückt, all diese Slab-Serifs zu lieben. Die Schweizer machten sie am besten; die digitalen Varianten taugen leider nicht für Headlines.


Okay, ich muss auch eine Schrift wählen, an der ich selbst mitwirken durfte: Jim Parkinsons Revival der Jenson aus dem 19. Jahrhundert hat eine solide, schrullige Art.
 
Stephen Coles (Typographica, USA)
Jan Middendorp (Publizist, Berlin)
Veronika Elsner (Elsner + Flake, Berlin)
Bertram Schmidt-Friderichs (TDC, Mainz)
Ralf Herrmann (TypoForum, Weimar)
Claudia Guminski (FontShop, Marketing, Berlin)
 
Fs
Flash01 Jury

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