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Kabel

Kabel

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Rudolf Koch war kein Freund der »mechanisierten Graphik«, wie er zum Beispiel Paul Renners Arbeit abwerteten bezeichnet (siehe: 5 Futura). Doch er war für Erneuerung, und so akzeptierte er den Trend zu konstruierten Schriften. Im Herbst 1926 zirkelte er ein Alphabet hin, das er Kabel taufte. Als Namensgeber diente ein aktuelles Symbol für den technischen Fortschritt, das transatlantische Telefonkabel.

Koch-Fans konnten mit der Kabel nicht viel anfangen. Wem allerdings die weit verbreiteten Linear-Antiquas zu kalt waren, griff zur Kabel. Koch schaffte es, mit minimalen Mitteln wie Proportionierung und variabler Gestaltung von Breite und Zwischenraum, einer Grotesk individuellen Charme zu geben.



Kabel in einem Schriftmuster der Gbr. Klingspor von 1927
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die neuesten Kommentare:
Kai Mertens zu Fago
Achtung Rob: Du nutzt eine illegale Version der Fago, die "_NO". Es handelt sich um ein "Remake" und nicht um die Schrift, die von Ole Schäfer entwickelt wurde. Kauft euch doch ein paar lizensierte Schnitte, dann bist du dein "Abstandsproblem" los.
Nadja zu Zapfino
Hallo,
könnt ihr mir zeigen wie die Buchstaben D, J und S verfünffacht zur Rosette aussehen würden?
Vielen Dank!
Gruß Nadja
Ole Schäfer zu Fago
«T» und «Y» erzeugen im Versalsatz immer die größten optischen Löcher. Dies ist dem Wesen von Schrift geschuldet: Man richtet sich im Satz immer nach dem größten Abstand (Tschichold), den optischen Ausgleich macht man per Hand.

Wenn man eine Schrift automatisch für den Versalsatz ausrichten würde, würden sich alle beschweren, das alles zu weit auseinander steht. Zum Vergleich kann man gerne den gleichen Satz mit Arial oder Helvetica ausprobieren, die Schriften verhalten sich genauso wie FF Fago.

Die Fago ist grundsätzlich sehr offen zugerichtet, sodass der Abstand zwischen «B» und «E» dem geneigten Betrachter zu weit erscheint. Er müsste allerdings wenn ein «T» daneben steht deutlich weiter sein, folgt man der allgemeinenen Ansicht der Fachleute der letzten hundert Jahre zum Thema «Versalsatz».

Grundsätzlich kann eine Schrift nicht den kenntnisreichen Gestalter im Umgang mit ihr ersetzen.
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