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Didot

Didot

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Bevor sich Napoleon am 2. Dezember 1804 selbst zum Kaiser krönte, ließ er eine Einladungskarte vom besten Drucker der Stadt anfertigen, der Offizin Didot. Dort entwarf der 40-jährige Firmin Didot in Rekordzeit den Schriftschnitt »Romain de L’Empereur« (Kaiser-Antiqua), der nur ein einziges Mal eingesetzt wurde. Die Exklusivschrift enthielt erstmals eine Form der Anführungszeichen, wie sie heute noch im englischen Sprachraum verwendet werden, die “Guillemets Anglais“, also die 66 und die 99 in Minuskelhöhe.



Mit seinem älteren Bruder Pierre übernahm Firmin Didot im Revolutionsjahr 1789 die väterliche Druckerei. Wenige Jahre später ziehen sie in die Räume der ehemaligen Imprimerie Royale im Louvre. Hier entstehen prachtvollen Folio-Editionen der Werke von Vergil, Horaz oder Lafontaine, gesetzt in einer perfektionierten Weiterentwicklung der nach ihrem Vater François Ambroise benannten Didot-Lettern. Die formvollendeten Klassizistischen Antiqua wurde bald in ganz Europa zur vorherrschenden Schrift.


Diese Goldmedaille überreichte Napoleon Firmin Didot anlässlicher einer Industriemesse 1801 (Abb: Firmin Didot family collection)
Permalink

karl am: 24. Jan 2007
soweit hinten hätte ich die nun wirklich nicht erwartet.
Guaredisch am: 5. Feb 2010
In einem Ranking in dem die Helvetica auf Platz eins steht, braucht man sich darüber keine Gedanken zu machen.




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die neuesten Kommentare:
Kai Mertens zu Fago
Achtung Rob: Du nutzt eine illegale Version der Fago, die "_NO". Es handelt sich um ein "Remake" und nicht um die Schrift, die von Ole Schäfer entwickelt wurde. Kauft euch doch ein paar lizensierte Schnitte, dann bist du dein "Abstandsproblem" los.
Nadja zu Zapfino
Hallo,
könnt ihr mir zeigen wie die Buchstaben D, J und S verfünffacht zur Rosette aussehen würden?
Vielen Dank!
Gruß Nadja
Ole Schäfer zu Fago
«T» und «Y» erzeugen im Versalsatz immer die größten optischen Löcher. Dies ist dem Wesen von Schrift geschuldet: Man richtet sich im Satz immer nach dem größten Abstand (Tschichold), den optischen Ausgleich macht man per Hand.

Wenn man eine Schrift automatisch für den Versalsatz ausrichten würde, würden sich alle beschweren, das alles zu weit auseinander steht. Zum Vergleich kann man gerne den gleichen Satz mit Arial oder Helvetica ausprobieren, die Schriften verhalten sich genauso wie FF Fago.

Die Fago ist grundsätzlich sehr offen zugerichtet, sodass der Abstand zwischen «B» und «E» dem geneigten Betrachter zu weit erscheint. Er müsste allerdings wenn ein «T» daneben steht deutlich weiter sein, folgt man der allgemeinenen Ansicht der Fachleute der letzten hundert Jahre zum Thema «Versalsatz».

Grundsätzlich kann eine Schrift nicht den kenntnisreichen Gestalter im Umgang mit ihr ersetzen.
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