Download PDF
100 Beste Schriften
Aktuelles
Helvetica
Garamond
Frutiger
Bodoni
Futura
Times
Akzidenz Grotesk
Officina
Gill Sans [Update]
Univers
Optima
Franklin Gothic
Bembo
Interstate
Thesis
Rockwell
Walbaum
Meta
Trinité
DIN
Matrix
OCR A und B
Avant Garde
Lucida
Sabon
Zapfino
Letter Gothic
Stone
Arnhem
Minion
Myriad
Rotis
Eurostile
Scala
Syntax
Joanna
Fleischmann
Palatino
Baskerville

Baskerville

John Baskerville, geboren 1706, zieht mit 20 nach Birmingham und arbeitet dort als Schreiblehrer und Steinmetz. Ordentlich Geld verdient er erst ab 1738 mit einer Lackiererei, die auf Japanlack spezialisiert ist. Mit den Einnahmen kann er bald seiner heimliche Leidenschaft nachgehen, dem Buchdruck.
Da ihm die zeitgenössischen Caslon-Schriften nicht gefallen, schneidet er ab 1750 eigene Entwürfe. Man wird sie später als »Antiqua des Übergangs« bezeichnen, besondere Merkmale: mehr Kontrast, fast waagrechte Serifen an den Gemeinen und eine annähernd senkrechte Betonung der Strichstärken.
Baskervilles erste große Veröffentlichungen ist eine Vergil-Ausgabe 1757. Die neue Schrift findet sofort öffentlichen Beifall, schon 1758 wird er zum Direktor der Cambridge University Press ernannt.
Als Atheist lässt sich Baskerville auf eigenen Wunsch nach seinem Tod 1775 in »ungeweihter Erde« auf seinem Anwesen beisetzen. Als man 1821 auf dem Grundstück ein Kanal anlegt, wird sein Sarg freigelegt und geöffnet. Weil mehrere Priester die Beisetzung verweigern, landet der mumifizierte Leichnam in den beiden großen Warenhäusern Birminghams als Schauobjekt. Erst Jahre später findet Baskerville seine letzte Ruhe auf dem Warstone Lane Cemetery.


Titelseite eines John-Baskerville-Drucks aus dem Jahr 1761
Permalink





 (wird niemals veröffentlicht)
(HTML nicht erlaubt)

Zum Schutz vor Spam bitte diese Frage beantworten:
Wie viel ergibt 3 + 8?

Fedra
Gotham
Lexicon
Hands
Metro [Update]
Didot
Formata
Caslon
Cooper Black
Peignot
Bell Gothic
Antique Olive
Wilhelm Klingspor Gotisch
Info
Dax
Proforma
Today Sans
Prokyon
Trade Gothic
Swift
Copperplate Gothic
Blur
Base
Bell Centennial
News Gothic
Avenir
Bernhard Modern
Amplitude
Trixie
Quadraat
Neutraface
Nobel
Industria, Insignia, Arcadia
Bickham Script
Bank Gothic
Corporate ASE
Fago
Trajan
Kabel
House Gothic 23
Kosmik
Caecilia
Mrs Eaves
Corpid
Miller
Souvenir
Instant Types
Clarendon
Triplex
Benguiat
Zapf Renaissance
Filosofia
Chalet
Quay Sans
Cézanne
Reporter
Legacy
Agenda
Bello
Dalliance
Mistral
die neuesten Kommentare:
Claudia zu DIN
Fast 5 Jahre arbeitete Albert-Jan Pool an der abgerundeten Version seiner FF DIN, um sie so perfekt wie möglich zu konstruieren. Die 5 Schnitte der neuen FF DIN Round sind als OT-, Office- und als Web-Font lieferbar, auf Wunsch mit kyrillischen Zeichen (Pro-Version).
lemon zu Garamond
Wegen der Frage, ob man sich bei seiner Interpretation eher nach dem Stempel oder dem Druck orientieren sollte wurde oben ja auch schon die Musik erwähnt. Nun, ich bin Musiker, historische Aufführungspraxis, mein Fachgebiet ist die Musik von 1500-1700, und als Hobby baue ich auch Instrumente aus dieser Epoche nach. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: wir unterschätzen die technischen Fähigkeiten und Möglichkeiten der "Alten" sehr gerne. Natürlich gab es keine Computer, und die Qualität der Arbeiten war auch weniger nivelliert als heute – aber wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es dennoch grosse Meister gab, deren Werke keinen Vergleich mit den heutigen Erzeugnissen zu scheuen brauchen. Bei einigen Dingen war das Niveau damals sogar höher als heute (Geigenbau, Saitenherstellung, aber auch anderes, Schuhmacherei, Porzellan, usw.), vor allem im high-end-Bereich: Man denke an die Bedürfnisse von Königen, Fürsten, usw. (natürlich gab keine billigen Turnschuhe für Jedermann). Um zurück auf die Schriften zu kommen: ich würde davon ausgehen, dass die "Alten" die Auswirkungen von Tinte und Papier auf das Druckbild einkalkulierten, alles andere wäre stümperhaft. Man sieht das auch schön in der Musik, ein wirklich meisterhafter Komponist kennt die Qualitäten und Nachteilen eines Instruments, und weiss seine Gedanken so auszudrücken, dass die Wirkung auf dem entsprechenden Medium optimal ausfällt. Man nennt das auch "gutes Handwerk", eine der Voraussetzungen um etwas "Bleibendes" zu schaffen.

Ach ja, meine Lieblingsinterpretation der Garamond ist die Garamond Premier (Pro) von Robert Slimbach. Die halbfetten oder gar fetten Stile davon brauch ich nie, nur normal und kursiv (mit allen Grössenabstufungen, caption, regular, etc.). Für seehr grosse Titel auch noch Light Display.
den sen zu Univers
wunderschöne darstellung - danke!
Fs
Flash01 Jury
Feed Icon16x16

kostenloser Counter