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Niemand hat den Unterschied zwischen Kunst und Kommerz eleganter formuliert als Eric Gill 1931: »Eine kommerzielle Arbeit ist, bestenfalls, substanziell hilfreich und – ungeplant – elegant in ihrer Effizienz; ein Kunstwerk ist, bestenfalls, schön in seiner Grundsubstanz und – ungeplant – ebenso dienlich, wie eine kommerzielle Arbeit.«
So steht es im »Essay on Typography«, dem ersten in Joanna gesetzten Buch. Gill entwarf die Slab-Serif, zusammen mit einer wunderschönen schmalen Italic, für seine eigene kleine Verlagsdruckerei Hague and Gill, die er 1930 mit Rene Hague gründete, dem Ehemann seiner Tochter Joan, genannt Joanna.
Die Schrift ähnelt Gills Perpetua, weist jedoch weniger Kontrast auf, und die Oberlängen überragen die Großbuchstaben: »... genau richtig für den Maschinensatz, ohne ihre Eleganz zu verlieren«, wie Gill seine Lieblingsschrift charakterisierte.


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die neuesten Kommentare:
Kai Mertens zu Fago
Achtung Rob: Du nutzt eine illegale Version der Fago, die "_NO". Es handelt sich um ein "Remake" und nicht um die Schrift, die von Ole Schäfer entwickelt wurde. Kauft euch doch ein paar lizensierte Schnitte, dann bist du dein "Abstandsproblem" los.
Nadja zu Zapfino
Hallo,
könnt ihr mir zeigen wie die Buchstaben D, J und S verfünffacht zur Rosette aussehen würden?
Vielen Dank!
Gruß Nadja
Ole Schäfer zu Fago
«T» und «Y» erzeugen im Versalsatz immer die größten optischen Löcher. Dies ist dem Wesen von Schrift geschuldet: Man richtet sich im Satz immer nach dem größten Abstand (Tschichold), den optischen Ausgleich macht man per Hand.

Wenn man eine Schrift automatisch für den Versalsatz ausrichten würde, würden sich alle beschweren, das alles zu weit auseinander steht. Zum Vergleich kann man gerne den gleichen Satz mit Arial oder Helvetica ausprobieren, die Schriften verhalten sich genauso wie FF Fago.

Die Fago ist grundsätzlich sehr offen zugerichtet, sodass der Abstand zwischen «B» und «E» dem geneigten Betrachter zu weit erscheint. Er müsste allerdings wenn ein «T» daneben steht deutlich weiter sein, folgt man der allgemeinenen Ansicht der Fachleute der letzten hundert Jahre zum Thema «Versalsatz».

Grundsätzlich kann eine Schrift nicht den kenntnisreichen Gestalter im Umgang mit ihr ersetzen.
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