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Minion

Minion

Das Grundmodell für Minion entstammt keiner singulären Quelle, sondern ist eine Synthese aus historischen Form-Ideen und den digitaler Möglichkeiten der 1980er Jahre.
Bei seinen Recherchen zur Adobe Garamond (Platz 5) sammelt Robert Slimbach in europäischen Museen reichlich Material über Renaissance-Schriften. Als bei Adobe die Planung für eine neue Werksatz-Schrift beginnt, trägt er aus seinem Archiv und trägt alle brauchbaren Ideen zusammen, um einen ersten Entwurf zu Papier zu zeichnen: Das Saatgut für Minion.
Minion wird ein ästhetisches und technisches Bravourstück. Adobe hatte gerade die Multiple-Master-Technik erfunden, mit der Schriftbenutzer ohne Zeichenwerkzeuge Zwischenschnitte selbst generieren konnten, also zum Beispiel einen etwas fetteren Bold-Schnitt. Slimbach gelang es, die Minion-Buchstaben mit einer Minimalmenge von Stützpunkten so zu konstruieren, dass sie ihren Charakter ausbilden konnten und gleichzeitig im Multiple-Master-Betrieb brauchbare Ergebnisse lieferten.


Zeichenvielfalt: Minion ist eine vorzüglich ausgebaute Schrift und eine der ersten OpenType-Pro-Fonts von Adobe
Permalink

Skatos am: 19. Jun 2007
Minion es mi fuente favorita de toda la vida, no puedo creer que esté recién a los 30. Vamos Minion todavía!!
Osvaldo am: 26. Jun 2009
Una de las mejores fuentes por su sobriedad, elegancia y versatilidad. Nunca un texto fue tan estupendo como en una minion




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die neuesten Kommentare:
Claudia zu DIN
Fast 5 Jahre arbeitete Albert-Jan Pool an der abgerundeten Version seiner FF DIN, um sie so perfekt wie möglich zu konstruieren. Die 5 Schnitte der neuen FF DIN Round sind als OT-, Office- und als Web-Font lieferbar, auf Wunsch mit kyrillischen Zeichen (Pro-Version).
lemon zu Garamond
Wegen der Frage, ob man sich bei seiner Interpretation eher nach dem Stempel oder dem Druck orientieren sollte wurde oben ja auch schon die Musik erwähnt. Nun, ich bin Musiker, historische Aufführungspraxis, mein Fachgebiet ist die Musik von 1500-1700, und als Hobby baue ich auch Instrumente aus dieser Epoche nach. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: wir unterschätzen die technischen Fähigkeiten und Möglichkeiten der "Alten" sehr gerne. Natürlich gab es keine Computer, und die Qualität der Arbeiten war auch weniger nivelliert als heute – aber wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es dennoch grosse Meister gab, deren Werke keinen Vergleich mit den heutigen Erzeugnissen zu scheuen brauchen. Bei einigen Dingen war das Niveau damals sogar höher als heute (Geigenbau, Saitenherstellung, aber auch anderes, Schuhmacherei, Porzellan, usw.), vor allem im high-end-Bereich: Man denke an die Bedürfnisse von Königen, Fürsten, usw. (natürlich gab keine billigen Turnschuhe für Jedermann). Um zurück auf die Schriften zu kommen: ich würde davon ausgehen, dass die "Alten" die Auswirkungen von Tinte und Papier auf das Druckbild einkalkulierten, alles andere wäre stümperhaft. Man sieht das auch schön in der Musik, ein wirklich meisterhafter Komponist kennt die Qualitäten und Nachteilen eines Instruments, und weiss seine Gedanken so auszudrücken, dass die Wirkung auf dem entsprechenden Medium optimal ausfällt. Man nennt das auch "gutes Handwerk", eine der Voraussetzungen um etwas "Bleibendes" zu schaffen.

Ach ja, meine Lieblingsinterpretation der Garamond ist die Garamond Premier (Pro) von Robert Slimbach. Die halbfetten oder gar fetten Stile davon brauch ich nie, nur normal und kursiv (mit allen Grössenabstufungen, caption, regular, etc.). Für seehr grosse Titel auch noch Light Display.
den sen zu Univers
wunderschöne darstellung - danke!
Fs
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