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Arnhem

Arnhem

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Der holländische Schriftentwerfer Fred Smeijers erinnert sich gerne an die Aha-Momente seines Berufslebens. Oft betreffen sie die Lesbarkeit von Schriften. Zum Beispiel, als es ihm erstmals Mitte der 80er Jahre gelang, einen Screenfont durch den richtigen Einsatz von Graustufen lesbarer zu machen: »Ich war so glücklich, dass ich ein Lied pfiff als ich nach Hause radelte.«
Ähnlich wichtig, wenn auch nicht so weitreichend, war eine Erkenntnis aus der Entwicklung der Arnhem-Familie. Sie entstand 1998 als Auftragsarbeit für die holländische Regierungszeitung Staatscourant. Dabei hatte er die seltene Gelegenheit, sein eigene wie auch andere Schriften intensiv auf Zeitungsdruckmaschinen und -papier zu testen. Eine der Erkenntnisse: Die einfache dreieckige Kopfserife dient der Lesbarkeit mehr als alle ausgeklügelten Alternativen.


Arnhem ist eine der besten jüngeren Zeitungs- und Buchschriften; ihr Entwerfer Fred Smeijers testete sie während des Entwerfens an der Druckmaschine

Dieses Merkmal ist nur eines von vielen, die Arnhem zum Senkrechtstarter unter den Zeitungs- und Werksatzschriften machten. Und sie wurde zur Paradeschrift von Fred Smeijers eigenem kleinen Label Ourtype, gegründet 2002.


Fred Smeijers
Permalink

Bas Dirks am: 29. Oct 2009
I love this typeface.




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die neuesten Kommentare:
Kai Mertens zu Fago
Achtung Rob: Du nutzt eine illegale Version der Fago, die "_NO". Es handelt sich um ein "Remake" und nicht um die Schrift, die von Ole Schäfer entwickelt wurde. Kauft euch doch ein paar lizensierte Schnitte, dann bist du dein "Abstandsproblem" los.
Nadja zu Zapfino
Hallo,
könnt ihr mir zeigen wie die Buchstaben D, J und S verfünffacht zur Rosette aussehen würden?
Vielen Dank!
Gruß Nadja
Ole Schäfer zu Fago
«T» und «Y» erzeugen im Versalsatz immer die größten optischen Löcher. Dies ist dem Wesen von Schrift geschuldet: Man richtet sich im Satz immer nach dem größten Abstand (Tschichold), den optischen Ausgleich macht man per Hand.

Wenn man eine Schrift automatisch für den Versalsatz ausrichten würde, würden sich alle beschweren, das alles zu weit auseinander steht. Zum Vergleich kann man gerne den gleichen Satz mit Arial oder Helvetica ausprobieren, die Schriften verhalten sich genauso wie FF Fago.

Die Fago ist grundsätzlich sehr offen zugerichtet, sodass der Abstand zwischen «B» und «E» dem geneigten Betrachter zu weit erscheint. Er müsste allerdings wenn ein «T» daneben steht deutlich weiter sein, folgt man der allgemeinenen Ansicht der Fachleute der letzten hundert Jahre zum Thema «Versalsatz».

Grundsätzlich kann eine Schrift nicht den kenntnisreichen Gestalter im Umgang mit ihr ersetzen.
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