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Sabon

Sabon

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Zu Beginn der 60er Jahre fehlt in deutschen Druckereien eine Buchschrift, die sowohl auf Linotype- als auch auf Monotype-Setzmaschinen läuft, sowie für den Handsatz geeignet ist. Walter Cunz von der Stempelschen Gießerei beauftragt den Typografen Jan Tschichold mit dem Entwurf einer Antiqua in der Tradition Claude Garamonds, die den Forderungen des modernen Buchdrucks entspricht.
Tschichold lagen Original-Druckmuster der Konrad-Berner-Gießerei (Nachfahren von Jacques Sabon) aus dem Jahre 1592 vor (siehe: Garamond, S. 5). Er bügelte nicht nur typische Unschönheiten aus, wie kollidierende Unterlänge oder Klecksbildungen, sondern interpretierte Garamonds Vorlagen zeitgemäß neu.
Für den Kursivschnitt wählt er, wie viele Garamond-Schneider, eine Type des Zeitgenossen Robert Granjon als Vorlage, die er ebenfalls bei Berner findet. Mit Sabon erhält die Schrift den Namen jenes Mannes, der nach dem Tode Claude Garamonds seinen Nachlaß aufkaufte, mit dem Werkzeug nach Frankfurt zog, und damit die elegante französische Renaissance-Antiqua in die deutsche Druckerzunft einführt.


Schriftentwurf der Sabon-Antiqua von Jan Tschichold, 1965 (Foto:Ronald Schmets, D. Stempel AG, Frankfurt am Main)
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Lara am: 10. Sep 2012
www.ChiLlAa_MiiLlaA /.de
Hey am: 24. Aug 2015
Marilyn Monroe




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die neuesten Kommentare:
Angelika Heynig zu Futura
Can I use Futura for a Bookprint and is it font free or have I to buy a license.
Thank you for your answer.
Yours sincerely
Thea zu Fago
Guten Tag, gibt es einen Unterschied zwischen der UB Fago Condensed und der Fago Pro Condensed.
badnose zu Lexicon
Für mich ist vor allem folgendes auffällig: die schrift ist derartig rudimentär in ihrem kerning, daß man sich denkt: also viel arbeit hat mr.bram de does dafür nicht verwendet. Obwohl, notwendig wäre es allemal gewesen.

Und ja, es stimmt natürlich: man darf für eine schrift auch exorbitant hohe vk-preise ansetzten, die nicht dem durchschnitt einer guten schrift am markt entsprechen — aber ohne dem hohen preis wäre die lexicon vermutlich irgend eine von vielen schriften und keiner würde heute über sie sprechen.

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